Frühjahrsputz 4.0: Startups für die Abfallwirtschaft

Frühjahrsputz 4.0: Startups für die Abfallwirtschaft

Von Sensorik bis Nachhaltigkeit: Die kommunale Abfallwirtschaft weiß um die Komplexität ihrer Digitalisierung. Spannende Lösungen, die Prozesse effizienter, moderner oder auch sicherer machen können, bieten zahlreiche Startups.

KommunalDigital News Startups für die Abfallwirtschaft

© Alfonso Navarro | unsplash

Herausforderungen für kommunale Abfallbetriebe als Chancen für Startups

 

Für kommunale Abfallwirtschaftsbetriebe beginnt mit den steigenden Temperaturen nicht nur eine neue Jahres-, sondern auch eine neue Aufgabenzeit. Müll produzieren die Menschen immer und die kommunalen Unternehmen der Abfallwirtschaft kümmern sich das ganze Jahr über zuverlässig um die Entsorgung. Einige Aufgaben der Abfallbetriebe sind jedoch jahreszeitenabhängig. So spielt im Januar etwa der Winterdienst eine wichtige Rolle. Im Sommer dagegen müssen sie sich wieder verstärkt den Abfalleimern im Park mit den Müllmengen der ersten Grill-Abende widmen.

All das ist nichts Neues für die kommunale Entsorgungswirtschaft und gehört zum Alltagsgeschäft. Neu und eine Herausforderung ist jedoch die Schnelligkeit des digitalen Wandels, die auch die Sparten der Daseinsvorsorge betrifft. Doch hierbei können die Lösungen von Startups helfen und das lohnt sich auch für die Jungunternehmerinnen und -unternehmer enorm. Denn Abfallwirtschaftsbetriebe sind als etablierte Unternehmen starke Partner und bieten potenziell Zugang zu allen 80 Millionen Menschen in der Bundesrepublik!

Zahlreiche Kooperationsmöglichkeiten

So vielfältig die Aufgabenbereiche der Abfallwirtschaftsbetriebe, so unterschiedlich auch die Produkte und Dienstleistungen aus der Startup-Szene. Es gibt Startups, die eine perfekte Leerungsroute berechnen, oder Gründer, die Sensoren zur Füllstandmessung von Abfalltonnen bereitstellen. Aber das Feld erstreckt sich darüber hinaus noch viel weiter.

Eine wertvolle Lösung kommt zum Beispiel von EineStadt. Das Startup bietet eine digitale Objektverwaltung, zum Beispiel für öffentliche Mülleimer. Genauer gesagt: für die Inspektion und Wartung von Objekten im öffentlichen Raum über angebrachte Chips und Smartphones. Sogar motivierte Bürgerinnen und Bürger können dabei in die Digitalisierung ihrer Kommune mit einbezogen werden: Sieht ein Bürger, dass ein öffentlicher Mülleimer ausnahmsweise überquillt, kann er sein Smartphone an den Chip am Mülleimer halten und es öffnet sich der Browser – eine App ist nicht nötig. Jetzt kann er mit einem Klick melden, dass der Mülleimer voll ist. Weder die Stadtverwaltung noch der zuständige Abfallbetrieb müssen den Behälter häufiger als nötig abfahren und kontrollieren.

Andere Beispiele für innovative Lösungen in Sachen Abfallwirtschaft sind die Startups MyMüll.de und die Wettermanufaktur. MyMüll.de bietet einen elektronischen Abfallkalender, den Abfallbetriebe im eigenen Corporate Design branden und ihren Endkunden zur Verfügung stellen können, sodass diese keine Abholung mehr verpassen. Die Wettermanufaktur hat wiederum ganzjährige Spezial-Vorhersagen für Straßen- und Winterdienste erstellt – zum Beispiel zur Temperatur und dem Zustand von Straßen, Brücken und Fußwegen. Sie macht damit die Straßenreinigung sicherer und die Einsatzplanung effizienter.

In der Startup-Datenbank hier auf KommunalDigital finden sich unter dem Schlagwort Abfall noch viele weitere junge Unternehmen, die mit ihren Lösungen der kommunalen Abfallwirtschaft digitalen Aufschwung verschaffen können. Also, wann startet Ihr nächstes (Pilot-)Projekt?

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