Können wir dem Fachkräftemangel noch realistisch begegnen?

Können wir dem Fachkräftemangel noch realistisch begegnen?

Als Energieunternehmen stehen wir vor großen Herausforderungen. Neben Energiewende und Klimaschutz spielen auch Digitalisierung und Wertewandel eine große Rolle. Gleichzeitig führt der demografische Wandel in Deutschland zu einem bereits deutlich spürbaren Fach- und Arbeitskräftemangel. So auch bei uns: Fast 50 Prozent der Mitarbeiter:innen werden in den nächsten zehn Jahren die N-ERGIE aufgrund von Rente und ungeplanter Fluktuation verlassen. Sponsored Post von Magdalena Weigel, Vorstand Personal und IT, Arbeitsdirektorin, N-ERGIE Aktiengesellschaft

Unsere Antworten auf den demografischen Wandel

Damit die Energiewende gelingt, haben wir uns anspruchsvolle Ziele gesetzt, wie den Ausbau der Fernwärme und die Transformation der Stromnetze. Um diese zu erreichen, benötigen wir das richtige Personal zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Doch ehe wir in der Personalgewinnung Neuland betreten, ist es wichtig, unsere internen „Hausaufgaben“ zu machen.

Vorausschauend haben wir in den letzten Jahren damit begonnen, unser Instrumentarium im Personalbereich anzupassen und zu erweitern. Bereits im Jahr 2020 haben wir das Performancemanagement eingeführt: Im Gespräch zwischen Mitarbeitenden und Führungskräften werden Entwicklungsmöglichkeiten abgestimmt auf die zukünftigen Bereichsentwicklungen aufgezeigt und Nachfolgeplanungen transparent gemacht. Wichtiger Bestandteil ist auch die Würdigung und Anerkennung der Leistung derjenigen, die zuverlässig ihre aktuelle Aufgabe erfüllen.

Zusätzlich fördern wir die Entwicklung von Zusammenarbeit und Identifikation. Auch die Gestaltung unserer Arbeitswelten spielt hier eine entscheidende Rolle. Wichtig ist dabei ein attraktives, passgenaues Raumkonzept mit Begegnungsflächen, Rückzugsorten und offenen Büroflächen sowie eine zeitgemäße IT-Ausstattung für zunehmende Digitalisierung und mobiles Arbeiten. Seit diesem Jahr setzen wir darüber hinaus einen bewussten Fokus auf vertrauensvolle Zusammenarbeit und vertrauensfördernde Kommunikation.

Und was tun wir konkret bei der Personalgewinnung?

Seit 2022 wird der demografische Wandel beim Recruiting spürbar. Es ist uns zwar gelungen, die Bewerbungszahlen im N-ERGIE Konzern um 20 % zu erhöhen, aber an einigen Stellen ist es schon jetzt eng. Zunehmend existenziell wird beispielsweise der Mangel an gewerblich-technischen Fachkräften, konkret: Elektroniker:innen und Mechaniker:innen. Ab Juni werden wir hier mit einem speziellen Maßnahmenportfolio für die Region an den Start gehen.

Neben einer optimal auf die Bewerberbedürfnisse ausgerichteten Karriere-Website, die relevante Informationen verständlich und gut strukturiert bereithält, ist ein transparenter, wertschätzender und schneller Bewerbungs- und Auswahlprozess unerlässlich. Neben der hohen Präsenz auf Social Media kommen wir auch um die Direktansprache (Active Sourcing) nicht mehr herum. Erstmals planen wir ab Sommer Recruiting Events für Berufserfahrene: Dabei treffen wir Interessierte dort, wo sie sich ohnehin aufhalten, und führen vor Ort ein kurzes Job-Interview.

 


Das VKU-Personalforum 2023 ist zu Gast bei der N-ERGIE Aktiengesellschaft in Nürnberg. Unter anderem dürfen Sie sich auf einen Impuls von Magdalena Weigel, Vorstand Personal und IT, Arbeitsdirektorin, N-ERGIE Aktiengesellschaft zu den aktuellen Herausforderungen bei der Fachkräftesuche in der Kommunalwirtschaft freuen.


 

Unsere Personalprozesse denken wir vielfältig

Eine wichtige Antwort auf den Fach- und Arbeitskräftemangel ist es, das Recruiting diverser auszurichten und zu sehen, wo und wie Gruppen angesprochen werden können, die man bisher nicht im Fokus hatte.

Vielfalt entwickelt sich für uns zu einem Thema mit strategischer Tragweite. Denn um unsere bevorstehenden Herausforderungen meistern zu können, brauchen wir Kreativität und den Blick über den bisherigen Tellerrand. Und das erreichen wir auch über mehr Vielfalt im eigenen Team. Daher haben wir uns entschieden, das Thema gezielt voranzutreiben. Um unsere Aktivitäten zu strukturieren, sind wir im letzten Jahr der Charta der Vielfalt beigetreten.

Gezielte Ansprache von Frauen

Als ein Aspekt von Vielfalt, ist es unser Ziel, die Zahl von weiblichen Azubis im technischen Bereich zu erhöhen. Wir sehen bei der gezielten Ansprache von Frauen großes Potenzial sowohl für die Rekrutierung als auch für die Förderung heterogener Teams. Dabei ist der Frauenanteil natürlich nur eine Dimension von heterogenen Teams neben Vielfalt der Generationen, ethnischen und sozialen Herkünften, Religionen oder sexuellen Orientierungen.

Magdalena Weigel

Magdalena Weigel, 44, ist seit 2022 Sprecherin der Geschäftsführung und Arbeitsdirektorin der Städtische Werke Nürnberg GmbH und verantwortet beim Tochterunternehmen N-ERGIE im Vorstand die Ressorts Personal und IT.

Nach dem Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sammelte Magdalena Weigel zunächst Erfahrungen als Research Consultant bei HR-Beratungsunternehmen, ehe sie 2005 zur N-ERGIE kam. Dort lernte sie das Personalmanagement in einem kommunalen Unternehmen von der Pike auf kennen. 2019 wurde sie in die Geschäftsführung der StWN und den Vorstand der beiden Tochterunternehmen N-ERGIE und VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft berufen. Die Mutter von drei Kindern besitzt eine hohe Affinität zu IT- und Zukunftsthemen. Ein besonderes Anliegen ist ihr der persönliche Austausch mit den Mitarbeitenden.

Magdalena Weigel
Vorstand Personal und IT, Arbeitsdirektorin

Über die N-ERGIE Aktiengesellschaft

Als ganzheitlicher Energieversorger sind wir fest verwurzelt in Nürnberg und der Region. Mit über 100 Jahren Erfahrung sind wir inzwischen auch schon über 20 Jahre als N-ERGIE verlässlicher Partner für die Menschen und Kommunen in Nordbayern.

Unsere rund 2.400 Mitarbeiter:innen haben im Jahr 2022 einen Umsatz von 4,9 Mrd. Euro mit Strom, Erdgas, Wasser, Fernwärme und Energie-Dienstleistungen erwirtschaftet. Wir sind ein kommunales Unternehmen der Daseinsvorsorge, an dem die Stadt Nürnberg über die Städtische Werke Nürnberg GmbH mit 60,2 Prozent und die Thüga Aktiengesellschaft als kommunales Beteiligungsunternehmen mit 39,8 Prozent beteiligt sind.

Weitere Informationen:

N-ERGIE Aktiengesellschaft

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