Kommunale Accelerators im Porträt: Der Gründersaal in Tübingen

Kommunale Accelerators im Porträt: Der Gründersaal in Tübingen

Mehr Platz für neue Ideen! Diesen zur Umsetzung verhelfen, junge Entrepreneure in der Region halten, Erfahrung und Innovation verbinden – das sind Ziele von Acceleratoren. Sie bringen die passenden Partner zusammen: Erfahrene kommunale Unternehmen mit einer Millionenkundschaft treffen auf digitale Startups voller Ideen und Tatendrang. Mit der Gründung von Accelerator Spaces schafft die Kommunalwirtschaft in Deutschland eine zentrale Plattform, die sprichwörtlich den Turbo zündet. Hinzu kommt der Vorteil Marktzugang. Statt „trial and error“ entwickeln die Startups in einem Accelerator ihre Geschäftsidee strukturiert bis zur Marktreife. In dieser Serie stellen wir einige der Accelerator Spaces genauer vor und zeigen, welche aktuellen Innovationen dort entstehen.

Der vor vier Jahren eröffnete erste Coworking-Space Tübingens, die Denk-Stube, ist zu klein geworden. Er bietet acht Arbeitsplätze und wurde dem großen Ansturm allein nicht länger gerecht. Für größere räumliche Freiheit, mehr Platz für Kreativität und die Geburten innovativer Ideen gibt es deshalb jetzt in Tübingen jetzt einen neuen Coworking-Space: den Gründersaal. Die Stadtwerke Tübingen haben ihn in Kooperation mit der Cowork Group eröffnet. Mit 500 Quadratmetern und seinen 50 modernen Arbeitsplätzen ist er der größte der Region. Das Interesse ist wie erwartet groß, 29 feste Monatsplätze sind bereits vergeben.

Der Gründersaal ist ein ehemaliger Tanzsaal in einem in den 1920er Jahren erbauten Gasthaus. In den verschieden großen und hellen Räumen können sich nun Freiberufler, Startups oder welche, die es werden wollen, kreativ austoben. Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer freut sich über die Fertigstellung: „Der neue Coworking-Space passt hervorragend in unsere Stadt. Tübingen ist seit jeher ein Ort, an dem innovative Ideen entstehen. Heute weltweit erfolgreiche Tübinger Unternehmen – zum Beispiel in der Biotechnologie und in der IT – haben als Start-ups angefangen. Den Nutzern des Gründersaals wünsche ich denselben Erfolg.“

Die Stadtwerke Tübingen wollen auch selbst rund um das Thema New Work dazu lernen und haben sich einen der Arbeitsplätze im Gründersaal fest gebucht. Ihr Geschäftsführer Ortwin Wiebecke sieht in dem gemeinsamen Arbeitsumfeld mit Gründern und fachfremden Querdenkern wertvolles Potenzial für das eigene Geschäft: „Wir wünschen uns aus der Coworking-Szene und aus konkreten Projekten der Gründer Impulse für unsere eigenen Tätigkeitsfelder oder die, die in Zukunft entstehen werden.“

Unternehmen, die keinen festen Arbeitsplatz im Gründersaal gebucht haben, können trotzdem Teil des Netzwerks werden: In der Vortragsreihe „Tübingen-Digital“ etwa kommen kleine und mittlere Unternehmen mit Freiberuflern und Digital-Experten zusammen, tauschen sich zu neuen Trends und Möglichkeiten aus und entwickeln das eigene Unternehmen weiter.

 

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