Kommunale Accelerators im Porträt: kraftwerk bremen

Kommunale Accelerators im Porträt: kraftwerk bremen

Power-Boost für Startups im kraftwerk bremen: Neuen Ideen zur Umsetzung verhelfen, junge Entrepreneure in der Region halten, Erfahrung und Innovation verbinden – das sind Ziele von Acceleratoren. Sie bringen die passenden Partner zusammen: Erfahrene kommunale Unternehmen mit einer Millionenkundschaft treffen auf digitale Startups voller Ideen und Tatendrang. Mit der Gründung von Accelerator Spaces schafft die Kommunalwirtschaft in Deutschland eine zentrale Plattform, die sprichwörtlich den Turbo zündet. Hinzu kommt der Vorteil Marktzugang. Statt „trial and error“ entwickeln die Startups in einem Accelerator ihre Geschäftsidee strukturiert bis zur Marktreife. In dieser Serie stellen wir einige der Accelerator Spaces genauer vor und zeigen, welche aktuellen Innovationen dort entstehen.

KommunalDigital News Kraftwerk Bremen

© kraftwerk – city accelerator bremen / Foto: Irene Neumann

Innovationen für die Stadt der Zukunft entstehen im kraftwerk bremen

Gegründet von der swb AG fördert das kraftwerk – city accelerator bremen seit 2014 innovative Geschäftsideen zu den Themen Energie, Industrie 4.0, Mobilität und Entsorgung/Recycling. Gemeinsam mit regionalen Partnern aus Industrie und Mittelstand, wie dem Mercedes Benz Werk Bremen und der EWE, unterstützt der Accelerator junge Startups, Gründer und Entrepreneure auf ihrem Weg in den Markt.

Es geht um Ideen für die Stadt der Zukunft. Damit diese schnell und erfolgreich implementiert werden können, gibt es im Vorfeld der Zusammenarbeit zwischen Kommunalwirtschaft und Startups ein strukturiertes Auswahlverfahren. Dabei präsentieren junge Gründer ihre Ideen einer fachkundigen Jury. Überzeugt die Bewerbung die Experten, kann das Startup ins kraftwerk einziehen, den Coworking Space nutzen und von der individuellen Förderung profitieren. 

Matching für Erfolg entscheidend

„Seit drei Jahren sammeln wir nun schon Erfahrungen im Zusammenbringen von Startups und kommunalen Unternehmen. Eines ist deutlich geworden: Startups können nicht so einfach in einen Konzern integriert werden, weil die Fachabteilungen eng ins Tagesgeschäft eingebunden sind“, resümiert Christoph Wiegmann, der als Business Development Manager beim kraftwerk tätig ist. „Deshalb haben wir die Methode geändert und fragen jetzt gezielt den Bedarf der Fachabteilungen in den Unternehmen ab. Seit diesem Jahr fahren wir also zweigleisig – als Impulsgeber in die Partnerunternehmen hinein und parallel durch eine bedarfsgerechte Rekrutierung von Startups als Projektbegleiter für die Partner. Wichtig ist das Matching, welches durch die neue Vorgehensweise deutlich optimiert wird“, so Wiegmann.

Fahrräder und Windräder - zwei Best Practices 

Passt das Matching, stellen sich die Startups in den Fachabteilungen vor und planen die weitere Zusammenarbeit. Diesen Werdegang hat ein Startup für ein stationsloses Fahrradverleihsystem bereits hinter sich und verbessert vielleicht bald die nachhaltige Mobilität in der Großstadt. Ein anderes Beispiel für den Erfolg von cowork, incubate, accelerate ist Evoblade: Das Startup entwickelt Aufsätze für die Flügel von Windrädern und steigert damit die Effizienz von Windkraftanlagen um fünf Prozent.

Fazit: Im sprichwörtlichen Sinn drehen sich die Räder im kraftwerk kräftig. Der Accelerator Space im Zentrum von Bremen trifft den Nerv der Zeit. Wiegmann: „Wir sind sehr stolz auf diese Entwicklung. In den vergangen drei Jahren bewarben sich über 180 internationale Startups mit ihren Geschäftsmodellen. Viele weitere werden folgen. Ein beeindruckender Erfolg, der dem Konzept Recht gibt.“

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