Kommunale Accelerators im Portrait: Gutenberg Digital Hub Mainz

Kommunale Accelerators im Portrait: Gutenberg Digital Hub Mainz

Regionale Accelerator-Spaces gibt es mittlerweile viele. Sie bieten Raum für Innovation, bringen Startups und etablierte Unternehmen für neue Projekte zusammen und unterstützen die Region beim digitalen Wandel. Seit Ende 2018 nun auch in Mainz. Beeindruckend dabei: Hier haben sich nicht zwei oder drei, sondern ganze acht Parteien zusammengetan und gemeinsam das Innovationszentrum Gutenberg Digital Hub ins Leben gerufen. Eine davon: Die Mainzer Stadtwerke.

Gebündelte Expertise für den innovativen Melting Pot von Mainz


Ob ein Accelerator-Projekt erfolgreich ist, hängt nicht von der Anzahl der Beteiligten ab. Dass es bei acht Gründungsmitgliedern jedoch sehr abwechslungsreich zugehen würde, war zu vermuten. Die Initiatoren des Gutenberg Digital Hubs sind die Stadtverwaltung Mainz, die IHK Rheinhessen, die Hochschule Mainz, der IT-Klub Mainz e. V., die Mainzer Stadtwerke AG, die VRM Holding GmbH & Co. KG, die ZDF Digital Medienproduktion GmbH und die Staatskanzlei als Landesvertreter.

Wie es dazu kam, erklärt Anton Kirmeier, Prokurist und Geschäftsbereichsleiter Organisation/IT und Beschaffung von den Mainzer Stadtwerken: „Wir wollten eine physische Anlaufstelle zu Digitalisierungsfragen schaffen, einen Ort, an dem Zukunftsfragen interdisziplinär diskutiert und neue Ideen ausprobiert werden können und zur Marktreife gebracht werden können. So etwas gab es in Mainz noch nicht und wir sehen den Gutenberg Digital Hub als Chance, in Allianzen neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln, die der Stadt, der Region und auch dem Bundesland zu Gute kommen.“

Der Startschuss für den Gutenberg Digital Hub fiel im Dezember 2018. 1.000 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Startup-Szene waren zum Eröffnungsevent dabei. Das zeigt, wie groß das Interesse von Anfang an war. Vor Ort waren auch Ministerpräsidentin von Rheinland Pfalz Malu Dreyer und Oberbürgermeister von Mainz und VKU-Präsident Michael Ebling.

Im Portfolio des Hubs: Angebote von Co-Working bis Academy

Auf 700 Quadratmetern finden sich Co-Working-Spaces und Projekträume sowie ein Digital Lab mit einem Media Studio. Kirmeier weiter: „Im Digital Lab sollen mit Hilfe neuester Technologien Innovationen und vor allem neue Geschäftsmodelle für die hiesige Wirtschaft erarbeitet werden. So wollen wir dazu beitragen, die Zukunftsfähigkeit des Standorts zu sichern und die Digitalisierung in Mainz und der Region voranzutreiben.“

Startups können sich im Hub für ihre Seedingphase einmieten und ihren Markteintritt organisieren. Ein Gründer-Café, ein Showroom und Matchmaking-Events bietet das Zentrum außerdem an. Und auch eine Digital Academy. Hier gibt es Workshops, Weiterbildungen und Vorträge zu den Trends von morgen. Neben den Startups können aber auch etablierte Unternehmen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Verwaltung die Räumlichkeiten nutzen. Nach inzwischen nicht einmal sechs Monaten nach Eröffnung nutzen schon über 100 Unternehmen den Space.

Die anfänglichen Fokusthemen des Gutenberg Digital Hubs sind neben Smart City auch Virtuelle Welten, Künstliche Intelligenz und Neue Medien. Als eingetragener Verein finanziert sich der Hub über Mitglieder- und Fördermittelbeiträge. Zu den Fördermittelgebenden gehören unter anderem das Land Rheinland-Pfalz, die Stadt Mainz, die Gründungsmitglieder und reguläre Mitglieder wie z.B. die Mainzer Volksbank, die Polizei Rheinland Pfalz, mediaman, Beitenburkhardt, die United Digital Group oder die EWR als weiterer regionaler Energieversorger.


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