"Lösungswege Corona" (Teil 8): Handlungsfähig in der Krise durch Software und Mindset

"Lösungswege Corona" (Teil 8): Handlungsfähig in der Krise durch Software und Mindset

Die Kontaktbeschränkungen, die zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus dienen, haben nicht nur unser aller Privatleben maßgeblich beeinflußt sondern auch die Art und Weise unserer Zusammenarbeit. Die Antwort ist der Umzug in den digitalen Raum. Besonders Berufe, in denen Teamarbeit von großer Bedeutung ist, müssen jetzt flexibel auf die Digitalisierung reagieren, um weiterhin effektiv virtuell zusammenzuarbeiten.


In unserer Serie berichten wir über die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Kommunalwirtschaft und stellen zukunftsweisende Lösungswege und Best-Practice Beispiele aus dem KommunalDigital-Netzwerk vor. Im 8. Teil der Serie berichten wir über Erfolgsrezepte für die digitale Zusammenarbeit.


Virtuelle Workshops und Coachings - Möglichkeit oder Hindernis?

Besonders zu Zeiten der Kontaktbeschränkungen war es von großer Bedeutung, Projekte unter der Beachtung der geltenden Maßnahmen am Laufen zu halten und remote Teamarbeit zu stärken, um einem völligen Stillstand zu entgehen. Das Projekt “streamUP” ist ein von dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördertes Verbundprojekt der Technischen Universität Dortmund, der Fachhochschule Südwestfalen, den Stadtwerken Menden sowie der Wirtschaftsförderung Arnsberg. streamUP versteht sich als ein Accelerator für Lösungsansätze von innovativen Mobilitätskonzepten und unterstützt über drei Jahre insgesamt bis zu 30 Teams als wertvoller Ratgeber und Wegbereiter für erfolgreiche Innovationen und Unternehmenswachstum in den Regionen Dortmund und Südwestfalen. Aktuell werden die streamUP-Teams durch Workshops zu relevanten Methoden wie beispielsweise zur Ideengenerierung, Geschäftsmodellentwicklung und zu Marketingstrategien unterstützt.
 

Die Stadtwerke Menden nehmen als kommunales Stadtwerk eine Vorreiterrolle bei öffentlich geförderten Kooperationsprojekten in den Bereichen Mobilität und Digitalisierung ein. Matthias Thelen, Teamleiter der Projektentwicklung der Stadtwerke Menden, sagt: „Um auch in Zukunft gleichwertige Lebensverhältnisse von ländlichen Regionen gegenüber urbanen Zentren zu gewährleisten, sind neue Wege und Partnerschaften mit Institutionen aus Wissenschaft und Industrie besonders wichtig. Mit unseren Projekten zu Smart City, autonomem Fahren und Startups leisten auch wir einen Beitrag der kommunalen Wirtschaft für die Zukunft“.

Die Teams befanden sich während der Zuspitzung der Krise bereits in der ersten der drei bestehenden Phasen ihrer Projektbegleitung. Nach Beschluss der Kontaktbeschränkungen musste sich das StreamUP-Team mit der Frage der weiteren Gestaltung des Projektes beschäftigen. Wie konnte ein guter und solider Start der Teams trotz der neuen Umstände ermöglicht werden?

Das junge Beratungsunternehmen Wecreation aus Berlin stand den Teams dafür zur Seite. Das Expertenteam, welches Führungskräfte, Teams und Mitarbeiter in Organisationen mit fundierten und methodischen Wissen in Bezug auf kreatives und agiles Arbeiten befähigt, ist bereits sehr erfahren im Umgang mit virtuellen Arbeitsweisen in der digitalen Welt. Der angedachte Workshop konnte deshalb schnell virtuell abgebildet und konzipiert werden. Dennoch war der Umzug der physischen Workshops in den virtuellen Raum für alle Beteiligten eine neue Erfahrung. Wie effektiv lassen sich die angedachten Kreativititäts- und Ideengenerierungsworkshops virtuell abbilden? Können die Teams durch Videokonferenzen und dem Einsatz von kollaborativen digitalen Tools überhaupt dazu befähigt werden, sich die vorgestellten Methoden anzueignen? Mit welchen Veränderungen müssen die Teams rechnen, wenn die Workshops digital stattfinden? Diese Fragen haben bei denBeteiligten Zweifel und Unsicherheiten ausgelöst. Mit der Unterstützung von Wecreation, wurde der Umzug der Workshops in den virtuellen Raum jeodch nicht als Hindernis, sondern als Möglichkeit verstanden und beschlossen.

“Ich habe mir etwas Sorgen um die technische Umsetzung gemacht.”

Ziel des Workshops ist es, die Teams durch geeignete Methoden zur Konkretisierung ihrer Idee zu befähigen und durch individuelles Coaching in der strategischen Ausrichtung dieser zu unterstützen. Laura Hering, Projektkoordinatorin von „streamUP“ äußerte sich wie folgt: “Ich habe mir etwas Sorgen um die technische Umsetzung gemacht.” Da die technischen Tools den meisten Teilnehmenden kaum bekannt waren, galt es eine niedrige Einstiegsbarriere zu schaffen. Neben der Vermittlung von fachlichen Inhalten und der Befähigung der Teilnehmenden zur Anwendung unterschiedlicher agiler Arbeitsmethoden, war es vor allem die Aufgabe der Coaches, die Sorge und Unsicherheit der Teilnehmenden zu beachten und diesen empathisch entgegenzuwirken.

Wecreation entwickelte ein virtuelles Workshopformat, zu den Themen kreative Arbeitsmethoden und Ideengenerierung und setzte dieses mit Hilfe der digitalen Tools Zoom, Mural und einigen Google Clouddiensten wie beispielsweise Gslides um.

  • Zoom ist ein digitales Videokonferenzstool und ermöglicht es den Teilnehmenden zu kommunizieren und auch über Video in Kontakt zu treten. Der vorhandene Chat dient dazu, Materialien zu teilen und sich untereinander Nachrichten schreiben zu können. Die Coaches können Nebenräume erschaffen, in denen die Teilnehmenden separat kommunizieren und arbeiten können. So lässt sich eine Kommunikation gut strukturieren und leiten.
  • Mural ist ein kollaboratives Whiteboardtool, das im Workshop eine zentrale Rolle spielte. Es ermöglicht jedem Teammitglied, die eigenen Gedanken und Ideen auf Post-its niederzuschreiben und mit allen anderen unmittelbar und sichtbar zu teilen. Diese können gemeinsam besprochen, gestaltet, strukturiert und miteinander in Verbindung gebracht werden. Wie in einem realen Workshop können auf diese Weise gemeinsam Antworten auf die von den Coaches gestellten Fragen erarbeitet werden.
  • Google Clouddienste ermöglichen einen konsistenten und transparenten Datenaustausch und Gslides dient der Präsentation von fachlichen Inhalten.

Gestaltung von Erfahrungsräumen

So schaffte Wecreation einen Erfahrungs- und Lernraum für die Teilnehmenden, um trotz der Umstände handlungsfähig zu sein und Themen vorantreiben zu können. Der Teilnehmer Tobias Gamm vom Team Querkraft Innovation war begeistert und ist überzeugt, dass “[d]ie Online-Workshops von Wecreation uns geholfen haben auch während der Corona-Krise kreativ zu bleiben und unsere Ideen auf die nächste Stufe zu heben.“

Die anfänglichen Sorgen und vermuteten Hindernisse waren zwar berechtigt, aber wurden von Wecreation durch eine nutzerzentrierte und empathische Arbeitsweise in wertvolle Erfahrungen gewandelt, um neuen Mut und Möglichkeiten zu schaffen. Das Unternehmen hat sich auf die Gestaltung von neuen Erfahrungen spezialisiert und hilft dadurch ganzen Organisationen die Veränderung als Möglichkeit zu betrachten und mit Hilfe von kreativen Arbeitsweisen neue Ergebnisse zu erzielen.

 

>> Zum Unternehmensprofil von Wecreation

>> Zum Marktplatz-Angebot "Neues Arbeiten - Neues Vertrauen"

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