Thüga-Reallabor Smart Region Südbaden

Thüga-Reallabor Smart Region Südbaden

Thüga-Kompetenzcenter Innovation und die badenova-Tochter bnNETZE betreiben gemeinsam mit fünf Kommunen ein Smart-City-Reallabor. Projektziel ist die Umsetzung mehrerer möglichst verknüpfter Smart-City-Anwendungsfälle und der Aufbau einer „Smart Region Südbaden“. Erfahren Sie in diesem Beitrag alles über das Smart-City-Reallabor in Südbaden. +++ Ein Beitrag der Thüga +++

Freiburg im Breisgau, Breisach am Rhein, Kirchzarten, Lahr und Gundelfingen – dieses smarte Quintett will Südbaden zu einer „Smart Region“ machen. Sie beteiligen sich am Reallabor, das die Thüga mit der bnNETZE, Netztochter des regionalen Energieversorgers badenova, umsetzt. Neben der „Klimastraße“ in Koblenz ist es das zweite Reallabor, das das Kompetenzcenter Innovation der Thüga in Zusammenarbeit mit regionalen Energieversorgern und den Kommunen vor Ort realisiert.

Nachahmer willkommen

Als Mix aus Großstadt und kleineren Gemeinden bilden die fünf südbadischen Kommunen das ganze Spektrum des Thüga-Netzwerks ab. Dr. Matthias Cord, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Thüga: „Bei neuen Geschäftsmodellen ist der Zugang zu Erfahrungswerten oft schwierig. In den beiden Reallaboren können sich insbesondere kleine und mittlere Energieversorger Technologien in der Praxis ansehen, bevor sie selbst auf dem Pfad der Digitalisierung voranschreiten.” Denn indem einzelne Stadtwerke neue Technologien erproben, werden Erkenntnisse über technische Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit für alle Thüga-Partnerunternehmen gewonnen. Die Ergebnisse aus den Reallaboren werden im Thüga-Netzwerk veröffentlicht und dienen als Grundlage für den Aufbau weiterer Smart-City-Anwendungen deutschlandweit.

Mehrwert für die Bürger

Im Reallabor „Smart Region Südbaden“ werden mehrere möglichst verknüpfte Smart-City-Anwendungsfälle in den Bereichen Mobilität, Gebäude, Umweltschutz und technische Betriebe umgesetzt. „Wir teilen mit der Thüga das Interesse, den Mehrwert von smarten Anwendungen in den Kommunen erleb- und begreifbar zu machen“, sagt Paul Spies, Reallabor-Projektleiter auf Seiten von bnNETZE. Um ein individuelles Ranking der für jede Kommune passenden Anwendungen zu bekommen, hatten bnNETZE und die Thüga-Plusgesellschaft E-MAKS Workshops vor Ort durchgeführt. Als IoT-Dienstleister unterstützt E-MAKS bnNETZE bei der Umsetzung ihrer Smart-City Projekte. Bei dem Workshop setzten sich alle Beteiligten die „Bürgerbrille“ auf, denn die Smart City, oder in diesem Fall die Smart Region, soll schließlich Mehrwert für die Bürger:innen bringen. „Wir haben in den Workshops mit Vertreter:innen aus den verschiedenen Fachbereichen der Kommunen smarte Antworten auf aktuelle Herausforderungen vor Ort erarbeitet“, so Spies. „Ihr Ideenreichtum hat mich fasziniert!“.

Anwendungsbeispiele

Das „smarte Quintett“ in Südbaden erprobt zum Beispiel Pegel-/Füllstandsmeldung, Fernauslesung, Luft- und Lärmmessung sowie Parkraummanagement. Hier einige Beispiele:

  • Ist der Glascontainer voll? In Freiburg überprüfen Sensoren in den Containern den Füllstand und melden, wenn der Container geleert werden muss. So kann die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg die Routen der Leerfahrzeuge optimieren und dadurch unnötige Fahrten vermeiden. Das spart Kraftstoff, entlastet das Personal und schont die Umwelt.
  • Belegung Wohnmobil-Stellplatz: Ob auf dem Wohnmobilstellplatz Lahr noch Plätze frei sind, können Campingfreund:innen  auf der Homepage der Stadt nachsehen. Hierfür erfasst ein Bodensensor auf jedem Stellplatz die Belegung und übermittelt die Daten per LoRaWAN. Auf der Homepage der Stadt Lahr werden diese visualisiert. Dieser Service für Urlauber:innen vermeidet unnötige Anfahrten, sollte kein Platz mehr frei sein.
  • In der Sporthalle der Stadt Breisach ermöglichen die verbauten Türkontakt- und Bewegungssensoren die Türen und Räume der Halle aus der Ferne zu überwachen. So müssen die Mitarbeiter:innen weniger Kontrollfahrten vornehmen, um zu überprüfen, ob nach den Schließzeiten noch Türen geöffnet sind. Die Visualisierung erfolgt dabei über eine eigene App.

In den nächsten Monaten ist die Umsetzung weiterer Smart-City-Anwendungen in den fünf Kommunen geplant. Beispielsweise sollen auf der Homepage der Stadt Lahr die Besucherzahlen des örtlichen Schwimmbads angezeigt werden. Dafür wurden die entsprechenden Personenzähler bereits installiert. So können sich die Besucher bereits vorab online über den Andrang im Schwimmbad informieren.

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