Wenn Energieversorger und Gewerbekunden sich auf einem digitalen Strom-Marktplatz treffen

Wenn Energieversorger und Gewerbekunden sich auf einem digitalen Strom-Marktplatz treffen

RLM-Gewerbe- und Industriekunden machen rund die Hälfte des deutschen Nettostromverbrauchs aus. Doch während es für Privatpersonen inzwischen diverse Portale gibt, auf denen sie Strompreise vergleichen können, gab es diese Möglichkeit für Gewerbekunden bislang nicht. Diesem Bedarf nimmt sich das Startup e.less an und hat einen Online-Marktplatz für Industrie- und Gewerbestromanbieter geschaffen.

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© Francesco Scatena | stock.adobe.com

Gewerbekunden mussten sich regelmäßig aufwändigen Recherche- und Beschaffungsprozessen für ihren Strom stellen. Jetzt können sie die Strompreise der verschiedenen Stadtwerke bzw. Energieversorger einfach vergleichen – und Verträge direkt per Mausklick abschließen. Für die Stadtwerke ergibt sich durch den e.less-Vertriebskanal enormes Potenzial: Sie erhalten einen direkteren Zugang zu der online bisher vernachlässigten Zielgruppe von RLM-Gewerbe- und Industriekunden.

Die Angebotserstellung für die Stromversorgung von RLM-Gewerbe- & Industriekunden ist sehr komplex. Sie erfordert im Vertriebsprozess viele analoge Schritte für die Stadtwerke. Diese sind auf dem e.less-Marktplatz vollständig digitalisiert, der, einmal konfiguriert, quasi von allein läuft. Bei der Angebotserstellung werden Merkmale wie die Bonität, Regionalität und das Verbrauchsprofil des Kunden berücksichtigt. Hierdurch können die Stadtwerke die passenden Kundengruppen gezielt ansprechen. Ist ein neuer Kunde akquiriert, erstellt e.less das Vertragsformular und stellt es zu – alles automatisch. Stadtwerke sparen sich dadurch einen erheblichen Prozessaufwand und Kosten und können so leichter profitabel auf den hohen Preiswettbewerb im Gewerbekundenbereich reagieren.

Gleiche Reichweite für Groß und Klein

Zahlreiche Versorgungsunternehmen haben sich e.less bereits angeschlossen, darunter auch die Stadtwerke Jena-Pößneck, die Mainova AG, die TEAG AG, Enercity und die Dessauer Stromversorgung. Der Online-Marktplatz bietet besonders auch kleineren kommunalen Unternehmen und Stadtwerken Vorteile. Im Vergleich mit großen Versorgern haben sie meist weniger Ressourcen für Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben und gemäß ihrer oft nur lokalen Markenbekanntheit eine geringere Reichweite. Sie haben jetzt die Chance, ihre Reichweite stark auszubauen und, genau wie die großen Energieversorger, deutschlandweit Kunden zu erreichen.

Auf mehrfachen Wunsch seitens der Energieversorger hat e.less sein Portfolio erweitert: Das Startup stellt Energieversorgern sein Vertriebssystem, das bisher nur für den Online-Marktplatz genutzt wurde, jetzt gegen eine Gebühr auch als White-Label-Lösung zur Verfügung. Die Energieversorger können das Portal an das eigene Corporate Design anpassen, ihre Versorgungstarife implementieren sowie einen Vertragsgenerator mit den eigenen Formularen aufstellen. Damit erhalten sie einen weiteren Kanal zur Direktvermarktung von Gewerbestrom über die eigene Webseite.

Zum Profil von e.less

 

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