Wie kommunale Unternehmen Projekte über White-Label-Crowdfunding-Plattformen finanzieren

Wie kommunale Unternehmen Projekte über White-Label-Crowdfunding-Plattformen finanzieren

Crowdfunding ist die innovativste, digitale Form der Finanzierung („funding“) durch eine Menge („crowd“). Über Crowdfunding-Plattformen können Menschen soziale, gemeinnützige und kulturelle Projekte finanziell unterstützen. Deutschlandweit kommen so pro Jahr rund 200 Millionen Euro (Stand: 2017) zusammen. Für die Mitgliedsunternehmen des VKU gibt es jetzt eine eigene Crowdfunding-Plattform.

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© Andrey Popov | stock.adobe.com

Obwohl die kommunalen Unternehmen zu den größten Förderern für Kultur, Kunst, Soziales, Bildung, Umwelt und Sport gehören, müssen sie aufgrund zu vieler Anfragen immer wieder absagen. Das ist mit Blick auf die regionale Verankerung nicht immer einfach. Eine neue Crowdfunding-Plattform für kommunale Unternehmen sorgt ab jetzt dafür, dass sie zukünftig öfter die Rolle als Ermöglicher einnehmen können, Projektinitiatoren und -förderer zusammenbringen und dadurch kommunalen Projekten zum Erfolg verhelfen.

Der VKU Verlag hat mit der fairplaid GmbH, einem führenden Anbieter von Crowdfunding-Plattformen und Full-Service-Projektberatung, eine White-Label-Plattform für die VKU-Mitgliedsunternehmen entwickelt. Der Betrieb einer solchen Plattform generiert ein Vielfaches an eingesetztem Gesamtvolumen und reduziert den internen Aufwand für Sponsoring- und Spendenanfragen durch digitale Prozesse. Mit geringem Aufwand können kommunale Unternehmen hiermit das eigene Image pflegen und wertvolle Entwicklungen für die Region unterstützen.

Im Mai 2017 startete die erste Plattform über die Lösung des VKU bei den Stadtwerken Menden. Hier konnte genug Geld für ein Mini-Einsatzfahrzeug für die Mädchen und Jungs der Kinderfeuerwehr gesammelt werden. Seitdem wurden auf allen Plattformen über 90 Projekte mit mehr als 400.000 Euro erfolgreich finanziert – der Beleg, dass kommunales Crowdfunding funktioniert und ein wichtiger Treiber in der regionalen Entwicklung ist. In Menden und Bielefeld wurden seitdem sogar alle Projekte erfolgreich durch das Engagement der Bürgerinnen und Bürger finanziert. Auch die Erfahrungen in Potsdam oder Nürnberg zeigen, wie gut die Plattformen lokal funktionieren. In Leipzig kamen über das Crowdfunding mehr als 100.000 Euro zusammen und der FC Lokomotive Leipzig e.V. freut sich über neuen Kunstrasen auf dem Fußballfeld. Noch in diesem Jahr werden mehr als 20 kommunale Unternehmen die Plattform einsetzen und auch die erste Kommune ist mit an Bord. 

Am 4. April in Leipzig und am 5. Juni in Bielefeld führt der VKU Verlag jeweils kostenlose Informationsveranstaltungen durch.

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